Besser schnell starten als perfekt planen!

Marina Friess

© Marina Friess (im Foto rechts mit Bakir Brader)

Wenn ich eine Idee habe, dann höre ich als erstes auf mein Herz. Wenn es anfängt, Purzelbäume zu schlagen, weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Und dann lege ich meist direkt los – ohne mir allzu große Gedanken zu machen. Ich probiere es einfach aus und mache mir erst unterwegs Gedanken, was die nächsten Schritte sein werden. Dieser Ansatz hat mir bisher sehr gute Dienste erwiesen.

Totgedachte Ideen scheitern schon vor dem ersten Schritt
Insbesondere Frauen tendieren oft dazu, eine Idee zu lange zu durchdenken. Sie wollen alles perfekt machen, analysieren ihre Pläne von A bis Z, suchen nach möglichen Fehlern und Schwachstellen. Manche spielen jedes erdenkliche Ergebnis durch, um im Ernstfall darauf vorbereitet zu sein. So vergehen oft Jahre, in denen die eigene Unzufriedenheit wächst, weil kein Fortschritt sichtbar ist.

Ich gebe gern zu, dass ich dankbar dafür bin, dass ich anders funktioniere. Wenn ich all meine Ideen am Schreibtisch zerpflückt hätte, würde ich jetzt wohl noch immer dort sitzen und mich fragen, wo die Zukunft mich hinbringen soll, anstatt mich damit zu beschäftigen, wo sie mich tatsächlich hingebracht hat. Meine Weiterbildungsplattform Feminess wäre nach wie vor bloß ein Gedanke, den ich mit mir herumtragen würde.

Von der Idee zur Umsetzung in nur 6 Monaten
Die Idee für Feminess entstand bei einem Seminar. Es war Oktober, als mir klargeworden war, was ich wollte: Frauen durch gezielte Weiterbildung dabei zu unterstützen, durch ihr Frau-Sein Erfolg zu erlangen, statt sich von der männerdominierten Geschäftswelt überrennen bzw. vereinnahmen zu lassen.

Mit diesem Wissen im Kopf fuhr ich nach Hause und legte sofort los. Ich nahm den ersten Faden in die Hand, hob ihn auf und begann, mein Netz zu knüpfen. Ich dachte nicht lange darüber nach, ob es auf Anhieb perfekt werden würde. Ich begann damit, ein Konzept zu erarbeiten und eine Homepage zu programmieren, auf der ich mich und meine Angebote vorstellen wollte. Außerdem beschäftigte mich die Suche nach dem richtigen Namen. Das war am Ende der langwierigste Prozess, denn er sollte wirklich passen. Aus den Begriffen Female und Business wurde schließlich „Feminess“.

Bereits im Mai bot ich meine ersten beiden Abendseminare an, eins in Frankfurt und eins in Düsseldorf. Es kamen jeweils etwa 30 Frauen und das Feedback war gut – ein hervorragender Start.

Die besten Wege entstehen beim Gehen
An diesen beiden Abenden bot ich den Teilnehmerinnen an, sich für ein Tagesseminar anzumelden. Das Tagesseminar hatte ich allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal konzipiert. Die Idee stieß erfreulicherweise auf Interesse und als ich die ersten 15 Anmeldungen hatte, setzte ich mich hin und entwickelte ein Konzept. Wo die Reise danach hingehen sollte, wusste ich noch nicht genau.

Anfang August 2013 kam das Gespräch mit Freundinnen auf Kongresse. Ich hatte Geburtstag und wir saßen bei einem Glas Prosecco auf dem Balkon und plauderten entspannt. Im Gespräch fiel uns auf, dass selbst bei den Kongressen für Frauen zu 80 oder 90% Männer auf der Bühne stehen. Wir haben ein bisschen darüber philosophiert und dann habe ich gesagt „Lasst uns nicht philosophieren, lasst es uns anders machen!“ Und so entstand der erste Feminess-Kongress – ein ganzer Tag, an dem ausschließlich Rednerinnen zu verschiedenen Themen referierten und bei dem außerdem der Austausch zwischen Frauen im Mittelpunkt stand.

Es dauerte nicht lange, bis ich ein komplettes Programm mit 8 inspirierenden Speakerinnen auf die Beine gestellt hatte. Bereits einen Monat später starteten wir mit dem Marketing und Ende September fand der Kongress statt. Nur wenige Monate vorher hatte ich daran noch nicht einmal gedacht…

Ähnlich spontan entstand das Feminess-Magazin: Bei einem Hotelaufenthalt in Bielefeld fiel mir durch Zufall deren Hotelmagazin vor die Füße. Ich fand es sehr ansprechend und die Idee flammte in meinem Kopf auf: Ein eigenes Magazin für Feminess! Ein halbes Jahr später war die Idee Realität.

Aus all diesen Eingebungen entstanden erfolgreiche Konzepte, weil ich mich nicht damit aufhielt, die Pros und Contras zu analysieren, sondern lieber auf meine Intuition vertraute und einfach loslegte.

Trau dich!
Die Quintessenz all dessen? Natürlich ist es ein Risiko, Dinge in die Tat umzusetzen, ohne vorher alles zu Ende gedacht und durchgerechnet zu haben. Der Zwang zu rechnen bleibt als Unternehmer auch nicht aus. Wenn die Projekte einmal im Rollen sind, schaue ich natürlich, was sich unternehmerisch lohnt. Dann drehe ich an verschiedenen Stellschrauben, und wenn sich etwas auch dann nicht rechnet, beende ich es wieder.

Doch meine Erfahrung zeigt, dass es sich lohnt, Risiken einzugehen und auszuprobieren, ob eine Idee Erfolg bringt, anstatt sie bis ins kleinste Detail auseinanderzunehmen. Manchmal muss man den sicheren Weg verlassen, um die Schätze abseits des Weges wahrnehmen zu können. Eine Wahrscheinlichkeitsrechnung ist nämlich genau das, was der Name erwarten lässt: Eine Formel darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass etwas funktioniert. Eine Sicherheit über den Ausgang kann sie aber nicht bieten. Zumindest mir nicht. Ich verlasse mich lieber auf meine eigenen Erfahrungen und traue mich.












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FranArecy schrieb:
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Angelika schrieb:
Super Hintergrundartikel! Ich bin beim nächsten Feminess-Kongress wieder dabei. Weiter so, liebe Marina!


Michelle schrieb:
Sehr motivierender Artikel! In der Tat lernt man beim Tun viele Dinge, auf die man beim Planen nie gekommen wäre.
Wenn die Furcht vor dem Misserfolg nur nicht so groß wäre ...



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