Wie der Traum sich ändert, wenn du dich änderst


© carloscastilla

Lebensträume – jeder hat mindestens einen, viele haben mehrere, und bei allen ändern sie sich im Laufe der Jahre.

Anfangs gibst du dich noch mit kleinen Dingen zufrieden. Du willst nachts deinen Schlafteddy und etwas zu essen, wenn dich der Hunger plagt. Als Baby und Kleinkind sind deine Wünsche noch herrlich einfach zu erfüllen, einzig das Hier und Jetzt zählt für dich. Einmal das Müllauto berühren erzeugt derart rauschende Glücksgefühle, dass andere vor Neid erblassen.

Aber schon ein paar Jahre später ist es damit vorbei. Deine grauen Zellen beginnen sich rasant zu vernetzen und erlauben es dir, Zusammenhänge besser zu verstehen. Nun werden auch deine Wünsche und Träume in Lichtgeschwindigkeit größer. Spätestens bei der Schuleinführung muss dann statt des Teddys schon ein eigenes Pony her. Du willst plötzlich Tierärztin werden, weil du Tiere magst und ihnen helfen willst. Oder dein Ziel lautet „Profisportler“, weil die ständig im Fernsehen auftauchen und von hunderten Fans umjubelt werden. Im Schulalter greifst du im wahrsten Sinne des Wortes nach den Sternen. Mal ehrlich, fast jeder von uns wollte doch irgendwann einmal Astronaut werden, oder nicht?

Doch eines Tages wird dir beim Gedanken an all diese großartigen Wünsche bewusst: Um Astronaut zu werden, müsstest du dich für Physik interessieren. Wirklich gut Fußball spielen kannst du nicht. Und du kannst auch kein Blut sehen oder den Anblick ertragen, wenn einem kleinen Welpen eine Spritze in den Schenkel gejagt wird. Außerdem kosten Ponys nicht nur eine Menge Geld, sondern ihre Pflege verschlingt mehr Zeit, als du investieren wolltest. Deine Ziele ändern sich nun häufig. Sie orientieren sich allmählich daran, was du kannst, was dir gut liegt, und entfernen sich davon, was ein wahrhaftiger Traum ist. Spätestens, wenn sich dann auch noch deine Eltern einschalten mit den natürlich nur gut gemeinten Ratschlägen „Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst, …“ oder „Lern doch lieber was Anständiges“, ist es in den allermeisten Fällen vorbei mit den Träumereien. Leider.

Du lernst was Anständiges, ackerst dich durchs Studium oder die Ausbildung und hast mit etwas Glück am Ende einen Beruf, der dich erfüllt und den du den Rest deines Lebens ausüben möchtest.

Aber was, wenn das kleine Etwas an Glück fehlt? Wenn die Zufriedenheit fehlt? Wenn sich durch eine Änderung deiner Lebensumstände, erfreuliche oder auch tragische Erlebnisse, die Prioritäten schon wieder verschieben?

Dann befindest du dich vielleicht in den Mittdreißigern und hast wahrscheinlich das Gefühl, dass es da noch mehr geben muss. Mehr als Karriere und Geltungsstreben. Mehr als die Möglichkeit, ein Team aus 20 Personen zu leiten, obwohl es dich oft genug um den Schlaf bringt. Und deine Ziele werden weicher, werden erneut zu Träumen. Du denkst daran, wie es früher war, als du noch Autor werden, in einem Haus auf dem Land wohnen oder die Welt reisend erleben wolltest. Heute bist du erfahren genug, um zu entscheiden: Gehst du den bequemen, sicheren Weg, der dir bekannt ist und hoffentlich niemals Probleme bereiten wird? Oder wählst du den steinigeren Weg, welcher allerdings zu deinem wahrhaftigen Traum führt?

Vielleicht erinnerst du dich genau in diesem Moment daran, dass das Leben doch jetzt stattfindet, und dass es wert ist, das zu tun, was du willst, was dich glücklich macht.


Weiterlesen:
Nicht alle Träume haben endlos Zeit, bevor sie umgesetzt werden. Mehr dazu im Artikel „100 Dinge, die man tun sollte, solange es die Zeit erlaubt“.
Du träumst vom Auswandern? In Annas New York Blog findest du Erfahrungen aus erster Hand.


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