Ich bin dann mal weg…

Ein Plädoyer für Auszeitreisen


© 19valery48

Wäre es nicht traumhaft, einfach zu verreisen, ohne gleich an die Rückreise zu denken? Sich wirklich auf die Reise einzulassen, ohne den Gedanken daran, was in der Zwischenzeit zu Hause oder im Büro passiert? Ja, wirst du jetzt sagen, ABER… Viele Fragen stellen sich an dieser Stelle. Wenn du es jedoch wirklich willst, wirst du deine passenden Antworten finden. Hier sind ein paar Vorschläge.

Wann ist die beste Zeit dafür?
Es gibt niemals den passenden Zeitpunkt? Das stimmt vielleicht. Dann kannst du auch gleich heute mit der Planung beginnen! Nach Schule, Ausbildung oder Studium entstehen manchmal Pausen, die du nutzen kannst. Doch hast du diese Gelegenheiten verpasst und bist nun beruflich eingespannt mit Anspruch auf 6 Wochen Urlaub im Jahr? Bereits 4 Wochen am Stück sind eine Menge Zeit, um neue Ziele zu entdecken. 6 Wochen reichen für eine Besteigung des Mount Everest…

Viele Arbeitgeber bieten heute die Möglichkeit eines unbezahlten Sonderurlaubs bzw. Sabbaticals. Darüber hinaus eignet sich auch die Elternzeit hervorragend. Wenn sich die Familie ein wenig eingespielt hat, sind die meisten Kleinkinder unkomplizierte Reisebegleiter und die intensive gemeinsame Zeit lässt alle schneller zusammenwachsen. Du kannst natürlich auch bis zur Rente warten, doch bekanntlich ist keiner so beschäftigt, wie die Rentner.

Wenn du es wirklich ernst meinst, bleibt dir immer die Möglichkeit, deinen Job zu kündigen, deine Wohnung aufzugeben und dich einfach auf den Weg zu machen.

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Wohin verreisen?
Am besten führt dich eine Auszeit-Reise an einen Ort, an den du schon immer wolltest. Hast du dieses Reiseziel bisher insgeheim für unerreichbar gehalten? 30 Stunden Reisezeit und eine Zeitverschiebung von 9 Stunden oder mehr fühlt sich für viele zu viel an für zwei bis drei Wochen Urlaub. Bei drei Monaten ist das kein Problem. Du kannst dir Zeit nehmen, Land und Leute wirklich kennenzulernen, statt nur von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu reisen. Eine Zeit lang wie ein Neuseeländer leben, die Kenianer besser verstehen lernen oder alle chinesischen Großstädte besuchen? Mit dem Interrail-Ticket durch Europa? Wie wäre es stattdessen mit einem „Around-the-World“-Ticket? Es bietet ca. 40‘000 Flugkilometer und die Möglichkeit, auf bis zu 15 Stationen knapp 200 Länder und 7 Millionen Menschen zu besuchen und kennenzulernen.

Der Ort ist bei einer Auszeitreise jedoch nicht entscheidend. Auch eine intensive Reise quer durch Deutschland kann einmalige Erfahrungen und Begegnungen mit sich bringen.

Wo schlafen und wie finanzieren?
Ja, Reisen kostet Geld. Aber wenn du es nicht eilig hast und nicht nur in einem Luxus-Daunenbett schlafen kannst, brauchst du nicht viel davon. Mit dem Rucksack durch Hostels zu ziehen ist preiswert und du lernst dabei viele gleichgesinnte Reisende kennen. Woofen – also für Kost und Logis täglich einige Stunden arbeiten – ist ebenfalls eine tolle Möglichkeit, günstig zu reisen und dabei wirklich etwas über das Reiseziel und zusätzlich über andere Jobs zu erfahren. Über Internet-Plattformen wie Airbnb oder Couchsurfing finden sich oft interessante Unterkünfte mit Anschluss.

Die großen Hotelketten bieten meist attraktive Loyalitätsprogramme, die sich lohnen, wenn du dich immer wieder für dasselbe Unternehmen entscheidest. Allerdings wissen nicht nur eifrige Geschäftsreisende, dass diese Hotels überall auf der Welt irgendwie gleich aussehen. Und der Kontakt zu den Locals kommt dann eher über das Zimmermädchen zustande. Je einfacher deine Reiseunterkunft, desto leichter lernst du wirklich etwas über die lokale Mentalität und triffst Menschen, die deine Reise bereichern.

Die finanzielle Bedarf für eine Reise lassen sich deutlich reduzieren, wenn zu Hause keine Kosten weiterlaufen. Die Wohnung untervermieten und unnötige Versicherungen und Mitgliedschaften abmelden spart eine Menge. Essen musst du überall, aber das geht am anderen Ende der Welt manchmal um einiges günstiger als zu Hause.

Warum überhaupt eine Auszeitreise?
„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen.“ Die außergewöhnlichen Begegnungen, Eindrücke und nicht zuletzt die kleinen Pannen brennen sich ins Gedächtnis und liefern immer wieder Stoff für die besten Geschichten. Und selbst über die misslungensten Reiseerlebnisse wirst du im Nachhinein herzlich lachen können. Das gilt natürlich für jede Reise, egal wie lang sie sein mag.

Je mehr Zeit du hast, um aus dem Alltag auszubrechen und dich mit neuen Welten auseinanderzusetzen, umso mehr gewinnst du neue Perspektiven. Mit etwas Abstand lässt sich auch der eigene Lebensweg klarer sehen. Mit jedem Schritt aus der eigenen Komfortzone lernst du dich selbst besser kennen. Vielleicht findest du aus der Ferne auch Antworten auf Fragen, die in der Routine des Alltags immer wieder verdrängt werden.

Doch nicht nur du, auch die Welt profitiert von deiner Reise: Durch die Erlebnisse auf Reisen bildet sich ein differenzierteres Weltbild. Tatsächliche Begegnungen mit Menschen reißen die eigenen Vorurteile und die Bilder aus den Medien nieder. Statt Unwissenheit wächst Toleranz – und davon kann es in der Welt wohl nie genug geben.

Vielleicht weißt du dein zu Hause plötzlich mehr zu schätzen. Oder du verliebst dich ins Reisen und musst nun immer wieder los. Eines ist jedenfalls sicher: Große Reisen verändern uns und wir werden niemals so zurückkehren, wie wir losgefahren sind. Und das ist gut so.

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