Mit diesen 6 Tipps schaffst du das Unvorstellbare

Wolfgang Kulow

© Wolfgang Kulow

Viele meiner Projekte erfordern körperliche Höchstleistungen. Darauf muss ich mich natürlich optimal vorbereiten. Je nachdem, wie anspruchsvoll das Projekt ist und wie hoch ich das Ziel ansetze (ob ich ganz vorne mitmischen oder es nur schaffen will), trainiere ich schon mal ein Jahr gezielt auf eine Sache hin. Das hat sich für mich bewährt, denn dadurch komme ich nicht unter Stress. Training ist ja auch Stress, du musst dich ja vorbereiten. Wenn man nicht richtig trainiert, erlischt schon mal die Begeisterung. Deshalb hier 6 Tipps von mir:

  1. Verhandle mit dem inneren Schweinehund
    Die meisten Menschen müssen ihren inneren Schweinehund am Anfang besiegen. Sie müssen sich überwinden, überhaupt anzufangen. Bei mir kommt dieser Punkt immer erst später. Am Anfang bin ich vom Trainingskonzept total begeistert. Da läuft alles. Doch irgendwann werde ich trainingsmüde. Dann habe ich manchmal keine Lust mehr. Wenn ich mal länger durchtrainiert habe, dann muss ich mich wirklich aufrappeln.

    Das kuriose ist, dass es immer super läuft, wenn ich mich dann aufgerappelt habe. Am Anfang, ohne guten Trainingszustand, ist es manchmal schwierig. Wenn ich dann aber in Schwung bin, dann läuft alles super gut.

    Doch es ist schon ein Balanceakt. Denn sobald man sich zu etwas zwingen muss, ist die Leidenschaft, die Begeisterung futsch. Du verbrennst die Elemente, die du brauchst, um erfolgreich zu sein. Das ist etwas, das ich bei vielen sehe.

  2. Bereite dein Umfeld auf das Training vor
    Vor dem „Race across America“ – einem Radrennen über knapp 5.000 km – habe ich zwei Jahre intensiv trainiert. Zu Beginn sagte ich allen – bei der Arbeit und in der Familie: „Jetzt ist brutal Training!“ Da gab es für mich keinen Spielraum. Entweder gehe ich professionell vorbereitet an den Start oder ich starte erst gar nicht. Anders ist so ein Rennen nicht zu schaffen. Also musste ich trainieren. Es war wichtig, mein Umfeld darauf vorzubereiten, dass ich mich zwei Jahre auf das Training fokussieren und darin gefangen sein würde. Danach zur Normalität zurückzufinden, ist allerdings auch nicht ganz einfach.

  3. Pausen sind genauso wichtig wie das Training selbst
    Früher habe ich oft 40 Stunden in der Woche trainiert und war immer dauererschöpft. Der Körper kann ja viel ab. Doch er kann nicht ständig auf Höchstniveau funktionieren. Man muss ihm auch die Chance geben, sich wieder zu regenerieren. Ein Marathon geht für viele total über ihre Verhältnisse. Das ist nicht schlimm: Wenn man danach etwas ruhiger macht, dann reguliert der Körper das wieder aus. Wenn man aber von einem Marathon zum anderen rennt, gerät man schnell in einen völligen Erschöpfungszustand. Das habe ich auch schon erlebt.

    Inzwischen habe ich gelernt, nach solchen extremen Anstrengungen wieder zurückzuschalten zu allgemeiner Fitness und einem guten Training. Ich trainiere jetzt deutlich mehr projektbezogen und gönne mir Pausen.

  4. Sorge für Abwechslung
    Vor dem „Race Across America“ radelte ich über 20.000 km im Jahr. Das Ende vom Lied war, dass meine Begeisterung für das Radfahren ständig sank. Irgendwann war ich in super Form, aber etwa ein Vierteljahr vor dem Start war ich gar nicht mehr so wirklich begeistert, Rad zu fahren. Die Leidenschaft, das Brennen für das Radfahren war weg.

    Ein guter Trainer sagte mal, es wäre das Beste, wenn einem das Rad geklaut wird, so dass man nicht mehr fahren kann. Wenn du nicht fahren kannst und darfst, dann fängst du wieder an zu brennen. Du musst brennen. Doch wenn du zu viel machst, dann brennst du nicht mehr. Gute Trainer machen mit ihren Athleten immer mal etwas anderes. Sie gehen Surfen oder Tennisspielen. Sie bleiben aktiv, in der aktiven Erholung mit einem anderen Sport. Sonst ermüdest du.

    Das sieht man ja auch in der Fußball-Bundesliga: Die Begeisterung, jedes Wochenende Weltklasse sein zu wollen, erlischt irgendwann. Auch ein Topspieler kann nicht immer brennen. Er spielt dann zwar trotzdem guten Fußball, aber das Über-sich-Hinauswachsen zur Weltklasse, das kannst du nicht jedes Wochenende machen – da musst du dich auch fokussieren auf die wichtigen Spiele und Turniere.

  5. Nutze Trainings-Gelegenheiten im Alltag
    Wenn ich mitten im Training bin, dann nutze ich jede Gelegenheit. Ich versuche dann, den Sport mit den Anforderungen in meinem Umfeld zu verbinden. Wenn meine Frau sagt: „Wir müssten mal dort etwas einkaufen fahren.“ Dann sage ich: „Ich fahr schon mal mit dem Fahrrad vor.“ Oder: „Ich lauf schon mal vor und wir treffen uns dort.“ Auch wenn der Möbelladen 160 km weg ist, dann fahre ich mit dem Fahrrad hin und zurück packen wir dann das Fahrrad mit aufs Auto.

    Wenn wir Bekannte besucht haben, bin ich schon manchmal hingelaufen. Bei meiner Frau hatte ich dann Wechselklamotten im Auto. Ich bereite so etwas gezielt vor, um viele Situationen mit dem Training zu verbinden.

  6. Vergiss nicht, das Leben auch mal zu genießen
    Das soziale Umfeld – Arbeit, Familie, Hobbies – darf man natürlich nicht aus den Augen verlieren. Man will ja noch glücklich und zufrieden zusammen leben. Wenn man in dieser Sportschiene zu stark drinnen steckt, dann schafft man den Spagat manchmal nicht so gut. Du lebst nicht mehr in der realen Welt, sondern bist in deiner Sportwelt gefangen. Auch bei sehr großer Toleranz und Verständnis der Familie ist der Bogen manchmal überspannt.

    Ganz schlimm war es in einer Situation: Meine Frau sagte: „Wir bekommen heute Besuch und wollen grillen.“ Wir hatten diese Freunde lange nicht gesehen. Doch ich dachte nur: „Hoffentlich hauen die bald ab!“ Ich wollte nur schwimmen und Rennrad fahren. Es waren nette Leute, alles super. Aber ich war froh, als sie weg waren. Ich bin dann noch im Halbdunkeln zur Ostsee gefahren, dort schwimmen gegangen und mit dem Rennrad zurückgefahren. Auf dem Rückweg wurde mir klar, dass es eigentlich kein richtiges Training war. Ich bin nicht richtig gut geschwommen, das Radfahren war auch nicht mehr toll. Es war auch schon dunkel. Aber ich musste raus, ich musste trainieren. Da ist mir das erste Mal bewusst geworden, wie verkehrt ich zum Teil im Leben unterwegs war. Es war mir nicht mehr möglich zu grillen, weil ich dann mit meinen eigenen Training-Vorgaben nicht mehr hinkam. Das habe ich jetzt korrigiert, auch und speziell bei der Vorbereitung auf unser Baikalsee-Abenteuer – und ich freue mich darüber, dass mir jetzt beides gelingt: leben und trainieren.

Herzliche Grüße,
Wolfgang Kulow






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Randrah schrieb:
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