Den Gipfel erklimmen: 3 Boulder-Tipps für den Weg zum Traumziel

Was uns das Klettern über die Verwirklichung von Träumen lehrt


© Juliane Wurm

Juliane Wurm trug sich während ihrer rasanten Karriere in die Geschichtsbücher des Sportkletterns ein und erreichte ihren Karrierehöhepunkt mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 im Bouldern. Klettern ist anspruchsvoll und erfordert Mut. Wer den Gipfel erreicht, wird mit einem phantastischen Ausblick belohnt und hat allen Grund zur Begeisterung. In den meisten Lebensträumen geht es darum, genau diesen Gipfel zu erreichen – den persönlichen Höhepunkt, der dir zeigt, dass du etwas Besonderes erreicht hast und der zum Genießen einlädt. Warum sollten wir also nicht vom Klettersport für die Verwirklichung von Träumen lernen können?

Auf ihrem Weg ganz nach oben gab es für Juliane Wurm einige Erkenntnisse, die für die meisten Lebensträume gelten. Hier sind 3 Tipps basierend auf Julianes Erfahrungen:

1. Jeder Berg beginnt mit dem ersten Schritt.
Juliane Wurms Karriere begann an einem Kindergeburtstag in der Kletterhalle, wo sie mit Freundinnen versuchte, die Wände so schnell wie möglich hochzuklettern. Nach einigen Versuchen wurde sie von einem Klettertrainer angesprochen, der in der Halle Nachwuchs für seinen Verein suchte. Juliane war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 10 Jahre alt. Das Klettern machte ihr Spaß, sie trat dem Verein bei und nahm regelmäßig Kletterstunden.

Sicher war es Glück, dass Juliane gerade an diesem Tag in der Kletterhalle entdeckt wurde. Doch sie nutzte die Gelegenheit, die sich ihr bot. Viele Menschen haben immer wieder großartige Möglichkeiten, erkennen diese aber nicht. Oder sie haben nicht ausreichend Mut für den ersten Schritt und entscheiden sich deshalb bewusst dagegen, Gelegenheiten wahrnehmen und Neues ausprobieren.

2. Der Weg nach oben geht Stein um Stein.
Wenn Juliane Wurm Kinder und Jugendliche in der Kletterhalle beobachtet, ist sie immer wieder überrascht, dass diese bereits früh davon reden, eines Tages Weltmeister zu werden. Vielen geht es nur ums Gewinnen an sich. Juliane kletterte immer von einer Stufe zur nächsten, freute sich über Erfolge und setze sich dann neue Ziele. Zuerst waren es die regionalen Events, dann kamen die Landesmeisterschaften, die nationalen Titelkämpfe, der Nationalkader und so weiter. Sie sagt: „Rückblickend war es eine lange Entwicklung bis mein Traum Gestalt annahm. Aber in den ersten Jahren dachte ich nie daran, Weltmeisterin zu werden.“

Was für Julianes Kletterkarriere gilt, trifft auch auf jeden einzelnen Fels zu. Wer sich nicht auf jeden einzelnen Schritt konzentriert vorbereitet, kommt nicht ans Ziel. Natürlich braucht es das klare Ziel des Gipfels vor Augen. Gleichzeitig ist es unverzichtbar, den Fokus auf jeden einzelnen Stein zu legen.

Gleiches gilt für jeden Lebenstraum: Natürlich musst du nach oben schauen und dein Ziel klar vor Augen haben. Die Konzentration muss aber auf dem jeweils nächsten Schritt liegen, denn dieser ist im Moment der wichtigste.

3. Oben wird die Luft dünner.
Im Sport und in vielen anderen Bereichen existiert eine Art Kreislauf: Wenn einem etwas Spaß macht, hat man eine höhere Motivation zum Üben. Wenn man viel übt, kommen die Erfolge. Und wenn man erfolgreich ist, macht einem die Sache wieder besonders viel Spaß, und der Kreislauf beginnt von vorn. Allerdings gilt dieser Kreislauf auch umgekehrt: Nach Misserfolgen nimmt das Selbstvertrauen ab und der gefühlte Druck zu. Das ist der eigenen Leistung nicht zuträglich. Doch je größer der eigene Erfolg, umso härter ist auch die Konkurrenz, mit der es sich zu messen gilt. Die Wahrscheinlichkeit eines Misserfolges steigt.

An dieser Stelle ist es besonders wichtig, flexibel zu bleiben und sich immer wieder neu zu erfinden. Juliane Wurm erlebte beide Kreisläufe: Zu Beginn ihrer Karriere im Klettern war sie sofort erfolgreich und nahm bereits 5 Jahre nach ihren ersten Tag in der Kletterhalle an einer Weltmeisterschaft teil. Nach dem Wechsel in die A-Jugend ging allerdings plötzlich die Leichtigkeit verloren und die guten Resultate blieben aus. Sie begriff, dass sie etwas ändern musste.

Der Punkt, an dem du vor großen Hindernissen stehst, ist bei der Umsetzung deines Traums quasi unvermeidbar. Jetzt gilt es, kreativ zu werden und neue Ansätze zu finden, um aus der Situation erfolgreich hervorzugehen. Es mögen neue Trainingsmethoden sein, eine neue Technik oder eine andere Liga. Nur eine Option kommt für Dreampions nicht infrage: Aufgeben.

Juliane Wurm sagt dazu: „Werden einem Steine in den Weg gelegt, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Man kann die Steine mühsam entfernen oder über sie hinüber klettern. Ich entschied mich für die zweite Option und wechselte vom Leadklettern zu einer verwandten, aber doch anderen Disziplin, dem Bouldern.“ So kletterte sie ohne Kletterschutz und Ausrüstung an einer Felswand zu ihrem großen Erfolg.

Ausblick
Im Dreampions-Buch findest du die ganze Geschichte von Juliane Wurm. Sie verrät dort auch, warum sie immer nur nach vorn schaut und wieso es für sie ein Gewinn war, die Sicherheitsausrüstung abzulegen.

Julianes Geschichte zeigt: Wer den Gipfel des Erfolges erreichen möchte, sollte keine Angst vor Höhen haben. Und deshalb ist Klettern so passend für Dreampions.
„Klettern ist viel mehr als nur ein Sport … es ist eine Lebenseinstellung.“ – David Lama









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