Über das Glück, den Träumen anderer Pate zu stehen

Marina Friess

© Marina Friess - Feminess

Mein Traum ist es, mit Feminess, meiner Weiterbildungsplattform für Frauen, Großes zu bewegen. Ich möchte anderen Frauen die Dinge weitergeben, die ich selbst auf meinem Weg erfahren habe, sie unterstützen, bei sich zu bleiben, Frau zu bleiben, genauso zu sein, wie sie sich wohl fühlen. Frauen können mit ihren ureigenen Attributen als Frauen erfolgreich sein und ich möchte sie dabei unterstützen, sich das zuzutrauen und das auch wirklich zu schaffen.


Die Erkenntnis, was gebraucht wird
Nach unzähligen Gesprächen mit Frauen auf meinem damaligen Zielfindungs-Seminar war mir plötzlich ganz klar, wohin meine berufliche Reise sollte. So viele der Frauen fühlten die gleiche Orientierungslosigkeit, wie ich sie kannte. Unsicherheit schwebte im Raum, Selbstzweifel schwangen in vielen Äußerungen mit und ich hatte auf einmal das dringende Bedürfnis, genau das zu ändern. Es war offensichtlich, dass diese Frauen nicht glücklich damit waren, immer männlicher, härter und bissiger werden zu müssen, um im Business bestehen zu können. Wieso sollten sie auch? Wieso sollten sie ihre weibliche Intuition über Bord werfen, die Verbindung zu ihrem Herzen kappen und sich von dem verabschieden, was sie eigentlich ausmachte?

Ich selbst hatte diese Entwicklung ja bei mir bemerkt und in den letzten Monaten damit begonnen, ihr aktiv entgegenzuwirken. Ich wollte mich mehr darauf zu konzentrieren, wer ich bin, welche meine Stärken sind und wie mir diese zukünftig helfen können. Und genau daran wollte ich diese Frauen teilhaben lassen.

Die Erkenntnis, etwas bewirken zu können
Ich begann, Seminare für Frauen anzubieten, und es zeigte sich, dass ich mit dem Teilen meiner Erfahrungen einiges bei den Frauen bewirken konnte. Viele begannen an sich zu arbeiten, um zurück zu ihrem eigenen Frau-Sein zu finden. Allein ist so ein Weg manchmal schwer zu bewältigen und ich wollte noch mehr Unterstützung geben.

Da ich selbst immer wieder erlebe, wie wertvoll die Unterstützung durch Coaches in meinen eigenen Projekte und Entwicklungsschritte ist, und da ich selbst eine Coaching-Ausbildung absolviert hatte, entschied ich, selbst Coaching anzubieten. Ich empfinde es als große Bereicherung, im Coaching die persönliche Entwicklung von einzelnen Frauen intensiv zu begleiten und ihre Erfolge mitzuerleben. Beispielsweise habe ich mit einer ganz tollen Frau zusammenarbeiten dürfen, die zwar durchaus erfolgreich war, aber ihre enormen Schwierigkeiten mit ihrem extrem dominanten Geschäftspartner in den Griff bekommen wollte. Sie wirkte anfangs so hart, wie sie da vor mir saß und ins Erzählen kam. Ihre Aussprache, die Ausstrahlung, Mimik – alles ganz eisern und unnachgiebig. Klar, sie war die ganze Zeit nur am Kämpfen auf unterschiedlichen Schauplätzen.

Im Laufe unserer Arbeit veränderte sich ihr Auftreten sichtbar. Es war wie eine Faust, die sich allmählich öffnet. Sie wurde weicher, nutzte ihre angeborene weibliche Intuition, um mehr Klarheit darüber zu erreichen, was ihr wichtig war, um sich besser abzugrenzen und eindeutiger zu kommunizieren. Viele Frauen erkennen erst im Laufe eines Coachings, welche Kämpfe sie tagtäglich ausfechten, und finden erst dann zu sich zurück, wenn sie aus ebendiesen Kämpfen ausbrechen.

Die Dame aus meinem Beispiel hat inzwischen den Schritt gewagt, sich von ihrem Geschäftspartner zu trennen. Das war ursprünglich nicht das Ziel, doch sie sagte: „Ich konnte irgendwann gut mit ihm umgehen, aber ich hatte einfach keine Lust mehr darauf.“ Sie geht nun ihren eigenen Weg und ist seitdem nicht nur glücklicher, sondern auch um Einiges erfolgreicher. Ich durfte ihr dabei helfen, sich selbst zu verwirklichen und eine völlig andere Persönlichkeit zu entwickeln. Das ist für mich immer wieder eine unheimlich schöne und befriedigende Erfahrung!

Die Erkenntnis, dass auch Impulse Wirkung zeigen können
Doch auch auf den großen Kongressen, an denen zwischen 300 und 500 Frauen teilnehmen, genieße ich die Möglichkeit, mit teils kleinen Anmerkungen und Denkanstößen Großes zu erreichen. Natürlich ist es unpersönlicher, wenn ich und meine Referentinnen vor Hunderten Frauen sprechen. Dafür kann ich mit diesen Kongressen viele Frauen gleichzeitig erreichen und jede nimmt das mit, was zu ihr passt.

Erst kürzlich traf ich eine der Teilnehmerinnen meines ersten Feminess-Kongresses auf einer Messe wieder. Sie sprach mich an. Ich konnte mich ehrlich gesagt nicht mehr an sie erinnern, weil ich damals so unglaublich aufgeregt war. Sie erzählte mir, was sie in der Zwischenzeit erreicht hatte – eine eindrucksvolle Entwicklung. Der Kongress vor fast 3 Jahren hatte damals für sie einen Stein ins Rollen gebracht und ihr die Kraft gegeben, ihren eigenen Weg zu gehen. Das hat mich sehr berührt und gefreut, dass so ein einziger Tag bei einer Frau so viel bewegen kann. Ein einziger Tag hatte einen Stein bei ihr ins Rollen gebracht und sie dazu befähigt, ihr Leben von Grund auf neu zu ordnen und den Mut aufzubringen, das zu tun, was sie wirklich will. Es sind Geschichten wie diese, die mich immer wieder auf meinem Weg bestätigen.

Die Erkenntnis, dass auf einen Schritt der nächste folgt
All diese Begegnungen und Erlebnisse haben nicht nur die Frauen weitergebracht, mit denen ich arbeiten durfte. Auch mir selbst haben sie ermöglicht, mich stetig weiterzuentwickeln. Ich weiß, dass mein Weg der richtige für mich ist. Wenn ich immer mal wieder kurz innehalte und auf das zurückschaue, was ich erreicht habe, macht mich das glücklich. Ich erkenne aber auch: Am Ziel bin ich noch lange nicht. Mir schwebt da ein Bild vor, auf welches ich hinarbeite und welches ein wirklich cooler Schritt für die Gesellschaft wäre:

Männer und Frauen dürfen wieder sein, wie sie im Ursprung sind, und man arbeitet einfach gut zusammen.








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