Fast geschafft: Basketball-Stipendium in den USA

Ayla Faber

© via Ayla Faber

Du träumst von einem Basketball-Stipendium in den USA, weißt aber nicht, wie du es erreichen kannst?
Die Basketballerin Ayla Faber nahm 2016 am LDV Exposure Camp & Combine von Linda Fröhlich in Kalifornien teil und wurde von Coaches gesichtet. Hier erzählt sie über ihre Erfahrungen im Camp.
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Mein Traum vom Basketball in den USA
Wenn man in Deutschland Basketball spielt, weiß man früh, dass es sich hier um eine Randsportart handelt. Eine Begeisterung wie für Fußball ist für Basketball nicht vorstellbar. Ich wünsche mir daher schon lange, einmal in einem Land zu spielen, wo Basketball zu den beliebtesten Sportarten überhaupt gehört. Für mich ist es einfach der allerbeste Sport, den ich mir vorstellen kann. Als einige meiner Freunde ein Austauschjahr in den USA verbrachten, wollte ich mich schon einmal um ein Stipendium bewerben. Ich verfolgte die Idee am Ende aber nicht weiter, weil ich in der NRW-Auswahl spielte und das Bundesjugendlager in Heidelberg nicht verpassen wollte. Mir war also eigentlich bereits damals klar, dass ich nach der Schule mindestens ein Jahr in die USA wollte, vielleicht sogar dort studieren.

Wie klappt das und ist es dort wirklich so, wie ich mir das vorstelle? Es ist schon eine große Entscheidung, für vier Jahre aus Deutschland wegzugehen. Da ich in der Jugendbundesliga spielte und bereits mit 15 zum Bundesligakader der TG Neuss Tigers gehörte, meldeten sich mehrere Agenten bei mir, die mir Reisen in die USA oder Vermittlung zu Universitäten anboten. Dazu hätte aber eine vertragliche Bindung gehört, und das wollten meine Eltern nicht. Wir wussten nicht, wie das alles funktioniert.

Wertvoller Expertinnen-Rat
In meiner Heimatstadt lebt Marlies Askamp, eine ehemalige National- und WNBA-Spielerin. Sie erzählte meiner Mutter von Linda Fröhlich und stellte für uns den Kontakt her. Linda stand mir von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite. Ich konnte alles fragen und hatte nie das Gefühl, ich würde dumme oder zu viele Fragen stellen.

Natürlich erzählte Linda auch von ihrem Exposure Camp. Ein solches Camp kannte ich bislang nicht. Es klang nach einer tollen Mischung aus Spaß, Belastung und Neuem – und so war es auch. Ich kann das nur jeder Basketballerin empfehlen, die sich überlegt, mal in die USA zu gehen. So ein Camp ist einfach ein guter Test: Kann ich mithalten? Bin ich geeignet für das Spiel in den USA? Was ist mir wichtig (neben Basketball gibt es ja auch noch die Frage nach der passenden Uni)? In welchen Staat möchte ich? Was bedeutet eigentlich Stipendium und was brauche ich alles dafür? Kann ich mich durchsetzen? Und letztendlich: Will ich das überhaupt?

Vorbereitungen
Vor dem Abflug galt es eine ganze Menge zu organisieren. Glücklicherweise unterstützten uns (meine Freundin und damalige Teamkameradin Ana Behnke Llanos und mich) unsere Eltern sehr. Wir verbrachten gemeinsam einen lustigen Nachmittag mit langen Diskussionen – am Ende standen der Flug und auch die grobe Reiseroute. Wir konnten es kaum glauben: Die Flüge waren gebucht! Wir wollten als Sechszehn- und Siebzehnjährige alleine nach Los Angeles und San Diego. Das ist nicht einfach, z.B. mit den Unterkünften, und sollte gut geplant werden.

Meine Eltern unterstützen zum Glück meinen Plan, in den USA zu studieren, und betrachteten die Reise als Investition in diese Idee. Ich wusste so von Beginn an, dass ich zwar einen Teil der Kosten zurückzahlen muss, aber der Großteil durch meine Eltern finanziert wurde. Während der ganzen Vorbereitungen konnte ich Linda immer Fragen stellen – und davon gab es viele.

Nach Saisonende und vor dem Abflug wollte ich mich fit halten – das war in meinem Fall relativ einfach. Im Mai hatte ich noch den U18-Nationalmannschaftslehrgang, danach hielt ich mich an den Sommertrainingsplan meines Bundesligateams. Es gehört schon einiges an Disziplin dazu, zwischen Schule und Sommerwetter immer wieder Ausdauer und Athletik zu trainieren. – Aber das Ziel „Basketball-Stipendium USA“ war es mir wert.

Erfahrungen vor Ort
Und dann ging es endlich los. Ana und ich konnten es kaum glauben, als wir im Flieger saßen. Vor Ort wären wir besonders am Anfang ohne Lindas Hilfe ziemlich verloren gewesen: Sie holte uns am Flughafen in Los Angeles ab. Es tat gut, nach den ganzen Eindrücken von einem zumindest aus E-Mail-Kontakten bekannten Gesicht in Empfang genommen zu werden. Bis zum Camp-Start hatten wir zwei Tage Zeit, uns zu akklimatisieren.

Dann startete das Camp. Es zeigte sich schnell, dass sich Ansprache und Erwartungen in den USA anders darstellten, als ich das von Deutschland aus gewohnt war. Auch fehlte mir mein gewohntes Team. Ich brauchte schon einen Tag, um mich umzustellen. Ein längeres Gespräch mit Linda am Ende des ersten Tages gab mir viel Mut und Kraft.

Am Spielfeldrand saßen immer Coaches und machten sich Notizen. Offen gestanden war mir vor Ort gar nicht richtig bewusst, ob das immer dieselben waren oder immer andere. In den USA bot mir auch niemand direkt ein Stipendium an, so dass ich am Ende meiner Reise gar nicht genau wusste, ob nun alles gut oder schlecht gelaufen war. Ich erhielt natürlich ein sehr detailliertes Feedback von den Coaches, aber das war natürlich nicht gleichbedeutend mit einem Stipendium. Sowohl Linda als auch alle anderen Coaches waren supernett, hilfsbereit, offen, herzlich und vor allem positiv. Auch wenn sich nach diesem Camp nichts ergeben würde, werde ich die Erfahrung nie vergessen.

Klarheit und hilfreiche Erkenntnisse
Durch das Camp konnte ich einerseits Basketball in den USA kennenlernen, die Einschätzung von einer erfahrenen und großartigen Basketballspielerin erhalten und zeigen, was ich bislang in Deutschland gelernt hatte. Außerdem lernte ich gemeinsam mit Ana noch dieses faszinierende Land kennen. Es waren perfekte drei Wochen für einen ersten Eindruck. Es hätte uns einfach nichts Besseres passieren können! Mit meiner Landung in Deutschland wusste ich jetzt sicher, dass ich in den USA studieren will.

Ein paar Wochen nach meinem Urlaub in Kalifornien gab es dann ein Telefonat zwischen Linda, meiner Mutter und mir. Linda war darin sehr zuversichtlich, dass ich ein Stipendium erhalten könnte: Es hätten mehrere Coaches Interesse signalisiert. Sie würde uns die Kontakte weiter vermitteln, bei denen sie selbst ein gutes Gefühl hatte, dass meine Art zu spielen und der Anspruch der Universität gut zusammen passen würden. Ich müsste mir aber auch sehr sicher sein, dass ich das wolle, damit sich der Aufwand, der jetzt beginnt, auch lohnt. Eigentlich sei ich nämlich bereits ziemlich spät dran und habe ja nur noch ein Jahr Zeit, um alle Tests und Dokumente zusammenzutragen. Auch die Planung der Unis ist bereits in Teilen abgesprochen. – Wer das also nachmachen möchte: Fahrt ein Jahr früher zu Lindas Camp, dann habt ihr mehr Zeit für die Vorbereitung.

Kurz vor dem Ziel
Fro Basketball erstellte für mich ein Spieler-Profil, das ich an die Unis weiterleiten konnte. In den darauffolgenden Wochen gab es mehrere Gespräche und E-Mails mit Coaches verschiedener Unis. Das war sehr aufregend. Die Gespräche wurden natürlich auf Englisch geführt und ich wusste vorher gar nicht, was die Coaches von mir erwarteten. Direkt der zweite Kontakt war zur Fresno Pacific University (FPU). Während sich die erste Uni nicht wieder meldete, intensivierten sich die Gespräche mit der FPU. Ich hatte von Beginn an das Gefühl, dass mich der Headcoach wirklich als Spielerin in seinem Team haben wollte und ich auch etwas dazu beitragen kann, das Team zu stärken.

Ich erhielt Fotos und Mails und fühlte mich immer wohler und auch sicherer im Kontakt mit den beiden Coaches Tim Beauregard und Doug Carter. Anfang des Jahres gab es dann auch ein Telefonat gemeinsam mit meinen Eltern. Hier wurde mir dann ein Vollstipendium angeboten und erörtert, was alles dazu gehört. Es geht mir seit dem, wie vor dem Abflug nach Kalifornien. Es scheint unwirklich und ich bin nervös. Bislang war es ja nur ein Telefongespräch. Die Phase, in der Spielerinnen den National Letter of Intent unterschreiben dürfen, beginnt erst Mitte April. Was, wenn sich die Uni das noch anders überlegt? Was passiert, wenn ich mich jetzt verletze? Kann ich auch so spielen, wie sich die neuen Trainer das erhoffen? Verstehe ich mich mit meinem neuen Team?

Ganz glücklich und zufrieden werde ich erst sein, wenn ich erneut im Flieger sitze. Wenn alles klappt, wird das Ende August der Fall sein – bis dahin heißt es erst einmal Daumen drücken.

Liebe Grüße,
Eure Ayla

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