Disc Golf – Sport und Spaß ohne Bedingungen

Simon Lizotte

© Discmania

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Disc Golf? Nie gehört. Wahrscheinlich geht es den meisten deutschen Lesern so, wenn sie das erste Mal über einen Artikel von mir bei Dreampions stolpern. Der Sport ist hierzulande eben noch nicht bekannt genug. Die andere Gruppe von Lesern sind bereits große Disc-Golf-Fans, sie spielen selbst und kennen sich bestens mit dem Sport aus. Eure Herausforderung ist anders aber ähnlich: Oft trefft ihr auf Freunde und Bekannte, die eurer Leidenschaft unwissend und überrascht gegenüberstehen. Ein Erklärung der Regeln, der Besonderheiten und speziell der Faktoren, die Disc Golf zu so einem begeisternden Sport machen, sollte beiden Gruppen weiterhelfen und Argumente liefern, warum ihr direkt nach dem Lesen des Artikels einige Scheiben werfen solltet. Also los:

Mein Sport in drei Sätzen
Ziel ist es, einen Parcours von etwa 18 Bahnen mit möglichst wenigen Würfen zu absolvieren, indem man die Frisbeescheibe aus der Abwurfzone in einen fest installierten Fangkorb befördert. Die Schwierigkeitsstufen variieren dabei, und dementsprechend auch die Weite, die die Scheibe zurücklegen muss. Die Regeln orientieren sich dabei größtenteils an den Golfregeln.

Soviel zu den Regeln. Genaueres könnt ihr im Internet auf www.discgolf.de nachlesen und euch auch darüber informieren, wo die etwa 80 Disc Golf Anlagen in Deutschland zu finden sind. 80 in ganz Deutschland, da blutet mir echt das Herz. Finnland hat im Vergleich dazu über 350 Anlagen, ist aber von der Fläche her kleiner und kann nicht einmal ein Zehntel der Einwohnerzahl aufweisen. Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch, dass Finnland Platz hat, und genau das ist es, was man für Disc Golf Anlagen dringend benötigt. Die Deutschen mögen es nicht, ihre Parks mit Spielanlagen zuzupflastern, und wenn tatsächlich einmal Geld in die Hand genommen wird, um Fläche bespielbar zu machen, dann profitieren meistens Fußball oder Volleyball davon. Jeder noch so kleine Ort brüstet sich ja heutzutage mit seinem eigenen Fußballplatz. Gott sei Dank kann man den problemlos zu einer Übungsfläche für Frisbee-Würfe umfunktionieren.



Warum gerade Disc Golf?
Wenn man mit einem Sport aufwächst, ist es nur natürlich, dass er einem irgendwann in Fleisch und Blut übergeht. Mein Vater hat mich ja schon früh ans Frisbeewerfen herangeführt und mir seinen Spaß daran mit in die Wiege gelegt. Ich hatte jedoch nie das Gefühl, dass er versucht, mich um jeden Preis dabei zu halten. Alles, was ich getan habe, war meinem Talent und der Lust am Spielen zu folgen. Dass ich heute der einzige deutsche Profispieler bin, ist also nur dem Sport allein zu verdanken.

Die Kombination aus verschiedenen Ansprüchen ist es, die Disc Golf für mich ausmacht. Es ist kein Kraftsport, bei dem ich ohnehin hoffnungslos verloren wäre (um ehrlich zu sein, würden mich wahrscheinlich die meisten Frauen in unserem Sport im Armdrücken besiegen). Es geht auch nicht nur um akribische Genauigkeit beim Putten; zumindest am Anfang nicht. Vielmehr ist das Zusammenspiel aus Geschwindigkeit, Technik und Timing der Knackpunkt, an dem sich alles aufhängt. Jeder kann Disc Golf spielen, wirklich jeder. Die einzige Voraussetzung ist, dass man Spaß daran hat.

Was benötigt man?
Die Antwort auf diese Frage ist einfach: Eine Frisbeescheibe. Die Betonung liegt dabei auf „eine“.

Viele Einsteiger gehen gleich zu Beginn im nächstbesten Sportladen einkaufen und decken sich mit den besten und teuersten Scheiben ein, obwohl das absolut nicht notwendig ist. Bevor man auch nur daran denkt, sich an so einer Spezial-Frisbee auszuprobieren, muss man zuerst einmal werfen lernen, und das geht mit einer Scheibe genauso gut wie mit zehn. Mehr als 15 Euro muss man also anfangs nicht ausgeben, um mit dem Sport loslegen zu können. Man muss auch nicht perfekt durchtrainiert sein oder die Kondition eines Marathonläufers mitbringen. Eine Scheibe kaufen und loslegen.

Und gerade das liebe ich an diesem Sport: Egal, ob man reich ist oder arm, dick oder dünn, groß, klein, weiblich oder männlich – es gibt keine Bedingungen, die erfüllt sein müssen. Das Einzige, das hilft, sind lange Arme, aber selbst die lassen sich durch genügend Training ausgleichen. Wenn man mal einen der leider recht weit verstreuten Parcours besucht, findet man die ganze Bandbreite menschlichen Daseins, das macht Disc Golf so bemerkenswert. Und sobald man die ersten paar Würfe absolviert hat, ist man dem Sport ohnehin verfallen, das kann ich versprechen. Eine gute Voraussetzung für die vielen Übungsstunden, die nötig sind, um vorne mitspielen zu können.

Was treibt mich an?
Mit ein paar Würfen querfeldein ist es nämlich nicht getan. Irgendwann wachsen die Ansprüche und man fragt sich, wie weit man eigentlich werfen kann, wenn man sich richtig anstrengt. Und dann trainiert man Weitwürfe. Anfangs sind es um die 30 bis 40 Meter, später im Durchschnitt 150 Meter. Oder man denkt darüber nach, mit welcher Geschwindigkeit man werfen muss, um bei Gegenwind eine gewisse Weite zu erreichen. Im Anschluss trainiert man Geschwindigkeitswürfe. Oder Trickshots, weil man wissen will, wie viele Scheiben man in einer Minute in den Korb befördern kann.
Es gibt immer wieder eine neue, spaßige Hearusforderung, und das ist eine weitere Sache, die mir am Disc Golf so gefällt!

Euch gefiel hoffentlich mein Artikel so gut, dass ihr bei meinem nächsten Post wieder dabei seid und jetzt vielleicht so inspiriert seid, dass ihr raus geht und einfach eine Stunde spielt.

Bis bald,
Simon







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KelAtmort schrieb:
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